Je mehr einer aus sich herausgeht, desto weniger kann er in sich gehen.
Wenn Du einen weisen Mann erblickst, so versuche, ihm nachzueifern. Wenn Du einen törichten Mann erblickst, so prüfe Dich selbst in Deinem Innern.
Wer sich auf die Fußspitzen stellt, steht nicht fest.
Drei Jahre studieren, ohne dabei an ein Gehalt zu denken – So jemand ist nicht leicht zu finden.
Dem einfachen Menschen kann man seinen Willen nicht rauben.
Wenn Du mit einem Menschen vernünftig reden könntest, aber es nicht tust, so hast Du diesen Menschen verloren.
Sind zwei für einander geschaffen, kannst Du getrost die Heirat vermitteln.
Gier macht den Menschen im Leben arm, denn die Fülle dieser Welt macht ihn nicht reich. Glücklich ist, wer ohne Krankheit, reich, wer ohne Schulden.
Hörte niemand zu, so gäbe es auch keinen Klatsch.
Unter drei Menschen finde ich bestimmt einen, der mich belehren könnte.
Ein edler Mensch bringt einfache Leute wegen ihrer Reden nicht in Verlegenheit.
Arm und dabei ohne Hass zu sein ist schwierig – reich und dabei ohne Stolz zu sein ist leichter.
Ist eine Sache geschehen, dann rede nicht darüber; es ist schwer, verschüttetes Wasser wieder zu sammeln.
Erst in einer Zeit der Unruhe kann man Treue erkennen.
Wer nicht ueberall Betrügereien vermutet oder ständig anderen unterstellt, unehrlich zu sein, aber diese Dinge trotzdem zuerst bemerkt, der ist weise.
Besser ist es, ein Licht anzuzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen.
In alter Zeit sprach man nicht einfach drauflos. Man schämte sich, wenn man seine Worte nicht einlösen konnte.
Diskutiere nicht die Angelegenheiten eines Amtes, das nicht Dein eigenes ist.
Wenn es darum geht, Gutes zu tun, sollte man nicht einmal seinem Lehrer den Vortritt lassen.
Die eigenen Fehler erkennt man am besten mit den Augen anderer.
Wenn Du selbst ohne Begierden bist, dann wirst du nicht einmal dann beraubt, wenn Du die Räuber dazu anhalten würdest.
Ins Leben treten heißt auch, in den Tod eingehen.
Konfuzius sagt: "Der Weg ist das Ziel." Prinz Leopold sagt: "Den Weg in einem BMW M5 zurückzulegen, ist aber noch besser."
Der Edle kommt mit allen in seiner Umgebung gut aus – der gemeine Mensch neigt dagegen zu Kumpanei und Vetternwirtschaft.
Von weitem Grüßen ist besser, als in der Nähe zanken.
Der Weise ist nicht streng.
Wer die Menschen kennt, ist ein Weiser; wer sich selbst kennt, ist ein Erleuchteter.
Wer eine Gelegenheit zu rechtschaffenem Tun sieht, sie aber nicht ergreift, der ist ein Feigling.
Fällt eine Krähe ins Mehl, bleibt sie doch nicht lange weiß.
Unsere Wünsche sind wie kleine Kinder: je mehr man ihnen nachgibt, um so anspruchsvoller werden sie.
Einen Richter darf man täuschen, aber nicht beschimpfen.
Über Vergangenes mache Dir keine Sorge, dem Kommenden wende Dich zu.
Wenn Du mit einem Menschen nicht vernünftig reden kannst, aber es trotzdem tust, so sind deine Worte verloren.
Ein Edler hilft den Menschen, ihre guten Seiten zu vervollkommnen, nicht die schlechten. Ein gemeiner Mensch handelt entgegengesetzt.
Der Narr tut, was er nicht lassen kann, der Weise läßt, was er nicht tun kann.
Wer keinen Eifer zeigt, dem soll man nichts erklären.
Bürde niemals anderen auf, was du selber tun kannst.
Wenn man etwas sagen könnte, aber keinen Glauben findet, so sage man es lieber nicht.
Keine Straße ist zu lang mit einem Freund an der Seite.
Die Schneegans braucht nicht zu baden, um weiß zu sein. Auch Du brauchst nichts, als Du selbst zu sein.
Ein Edler sollte in seinen Worten bedächtig, aber um so flinker in seinen Taten sein.
Die bestverschlossene Tür ist die, die man offen lassen kann.
Wohin Du auch gehst, geh mit Deinem ganzen Herzen.
Achte die Jugend, Du weißt nicht, wie sie sich entwickeln wird.
Der Edle verlangt alles von sich selbst, der Primitive stellt nur Forderungen an andere.
Die Lebensspanne ist dieselbe, ob man sie lachend oder weinend verbringt.
Echtes Wissen ist: Wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst.
Für einen Kranken sollst du sorgen, aber nie für einen Faulen.
Geschickte Reden und ein zurechtgemachtes Außeres sind selten Zeichen von Mitmenschlichkeit.
Man muß sich auf etwas verlassen können, von dem man nicht verlassen wird.
Manche Menschen sind nicht Willens zu denken, sie leben, aber sind doch schon tot.
Nur die Weisesten und die Dümmsten ändern sich nie.
Der Edle leidet nur an seinem Mangel an Fähigkeiten – er leidet nicht darunter, dass ihn niemand kennt.
Die Natur der Menschen lässt sie einander nah sein, doch die Gebräuche halten sie voneinander fern.
Ein tugendhafter Mensch wird nie einsam sein, er wird immer Nachbarn haben.
Das Schlimmste ist, wenn man sich selbst vergisst.
Ich weiß wirklich nicht, was ich mit einem Menschen tun soll, der nie fragt: "Was soll ich jetzt tun?" – Was soll ich jetzt tun?
Was ich noch nicht kenne, das wage ich nicht zu probieren.
Selbst einer grossen Armee kann man den Führer rauben, aber nicht einmal einem einfachen Mann seinen Willen.
Werde nie zornig, sonst könntest Du an einem einzigen Tag das Holz verbrennen, das Du in vielen sauren Wochen gesammelt hast.